Altersgerechte Wohnungen als attraktive Kapitalanlage für Privatanleger

Aktualisiert: 22. Apr.

Seit den 1970er Jahren herrscht in Deutschland eine Abnahme der Bevölkerungszahl durch die hohe Sterberate. Parallel wird der Anteil älterer Menschen durch die steigende Lebenserwartung prozentual größer.

Pflegeimmobilien bzw. altersgerechte Wohnungen nehmen zunehmend eine höhere Relevanz an. Auch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen verdeutlicht die Veränderungen der Altersstruktur, was zu einer höheren Nachfrage von Pflegeunterkünften führt. 3,3 % der Bevölkerung waren 2013 gesetzlich als Pflegefall gemeldet. Das sind umgerechnet etwa 2,63 Millionen Menschen. Im Vergleich dazu stieg die Anzahl an Pflegebedürftigen im Jahr 2019 auf 4,13 Millionen, was 4,69 % der Bevölkerung entspricht. Daraus resultiert ein Anstieg der Pflegebedürftigenrate von 2013 bis 2019 um 57 %.


Das Statistischen Bundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahre 2050 auf knapp 10 Millionen ansteigen wird. In Folge dieser Tendenz entstehen unter anderem neue Arbeitsplätze im Pflegebereich, aber auch der Bedarf an der Entwicklung neuer Immobilien für das betreute und das barrierefreie Wohnen.

Das Investieren in eine altersgerechte Wohnung erscheint auch gemäß Exporo für Privatanleger als sichere und langfristige Kapitalanlage. Pflegeeinrichtungen bieten eine vergleichsweise hohe Rendite und sind unabhängig von Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung (konjunkturunabhängig). Diese Art von Immobilien besitzen grundsätzlich einen geringen Investitionsaufwand. Zudem wird die Miete nicht vom Mieter, sondern vom Betreiber der Immobilie gezahlt. Somit bleibt die Mietrendite auch bei Leerstand der Unterkunft erhalten.




Pflegeimmobilien und altengerechtes Wohnen


Pflegeimmobilien tragen die Besonderheit, dass sie altersgerecht gestaltet sind und durch ihre Ausstattung entsprechend komfortabler zu bewohnen sind. Ein Betreiber sorgt dabei für die Bewirtschaftung des Betriebs. Dies reicht von der Essenzubereitung, über die Koordination von Pflegekräften bis zur Veranstaltung von Freizeitaktivitäten.


Pflegeeinrichtungen können in verschiedenen Arten und Umfängen entwickelt werden. Unter dem Begriff Pflegeeinrichtungen fallen auch Einrichtungen für Betreutes Wohnen/Service Wohnen oder auch Spezialimmobilien wie Behindertenheime oder Hospize. Altengerechtes Wohnen bezeichnet hingegen Gebäude die den klassischen Wohnhäusern sehr ähnlich sind und einerseits barrierefrei bzw. altengerecht gestaltet sind und daneben das Wohnen im Alter erleichtern. Die Selbstständigkeit bis ins hohe Alter liegt hier besonders im Fokus.

Eine weitere Option wäre das Eröffnen von Senioren WGs, bei denen die Senioren sich bei gemeinschaftlichen Räumen wie das Wohnzimmer oder die Küche über den Weg laufen, jedoch auch Ihre Privatsphäre im eigenen Schlafzimmer haben können.


Barrierefreiheit und Lage als essenzielle Kriterien


Aufgrund der demographischen Entwicklung und der damit einhergehenden steigenden Nachfrage bieten altersgerechte Wohnungen auch Privatanlegern eine hohe Sicherheit und angemessene Rendite. Anlegern steht somit ein breites Angebot für die Investition in altersgerechte Wohnformen zur Verfügung. Auch hier gilt wie bei anderen Assetklassen das Einbeziehen relevanter Aspekte für die Investitionsentscheidung. Liegt der Fokus zur Investition auf eine Wohnung die sich außerhalb einer Pflegeeinrichtung befindet, sollte besonders auf ein barrierefreies Badezimmer und einen barrierefreien Eingangs- und Wohnbereich geachtet werden. Auch auf den Einbruchsschutz legen ältere Menschen höheren Wert. Ein bedeutsamer Faktor für einen langfristigen Aufenthalt ist außerdem, dass möglichst die Kriterien einer sogenannten LILA-Lage erfüllt werden. Dies bezieht die Aspekte Landschaft, Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit mit ein. Werden alle vier Kriterien erfüllt, kann von einer guten Lage und einem hohen Wohnwertausgegangen werden.