Hotelimmobilien etablieren sich auf deutschem Anlagemarkt

Seit 2015 haben sich Hotelimmobilien als selbstbestimmte Anlageklasse auf dem deutschen Markt etabliert. Noch davor wurden Hotelimmobilien als eine Art Ersatzinvestition für beispielsweise Büroimmobilien oder ausschließlich als Ergänzung der Anlageportfolios angesehen. Heute gelten Hotels als Investitionsobjekte, die eine hohe Nachfrage seitens der Investoren und ein hohes Transaktionsvolumen mit sich bringen.


Zunahme der Übernachtungszahlen

Im Jahr 2019 wurde ein Transaktionsvolumen von etwa 5 Milliarden Euro auf dem Investmentmarkt für Hotelimmobilien erreicht. Dieses konnte bisher nur 2016 übertroffen werden. In diesem Rekordjahr wurde ein Transaktionsvolumen von etwa 5,2 Milliarden Euro erreicht.


Die Nachfrage der Investoren ist bei Hotels mit einem Minimum von 100 Zimmern in A- und B- Städten und hohen Übernachtungszahlen am stärksten. Berlin, München, Frankfurt, Hamburg und Köln bilden die beliebtesten Städtereiseziele in Deutschland und hier sind die Übernachtungszahlen am höchsten. Zudem gibt es auch in den Mittelstädten immer mehr investmentfähige Hotels.

Das zehnte Jahr in Folge nahmen die Übernachtungszahlen 2019 zu. Im Jahr 2018 wurden rund 477,6 Millionen Übernachtungen gezählt. Ein Jahr später waren es dann schon rund 494,2 Millionen Übernachtungen.

Nach Spanien, Frankreich und Italien belegt Deutschland in Europa den vierten Platz der Übernachtungszahlen.

Im Vergleich zu den Hotelzimmerpreisen anderer Länder bleibt der Aufenthalt in Zimmern in Deutschland trotz eines erneuten Preisanstiegs dennoch günstig.

Starke Inlandsnachfrage in Deutschland

Etwas mehr als 80 % der Übernachtungen erfolgen durch inländische Gäste. Damit profitiert Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern von einer starken Binnennachfrage.

Dabei reisen die Menschen sowohl, aus geschäftlichen als auch aus touristischen Zwecken an. Von über 405,7 Millionen Übernachtungen durch inländische Gäste in Deutschland im Jahr 2019 fielen etwa 18,3 % durch Geschäftsreisen im Inland an.


Vielfältigere Projekte im Hotelbereich

In den vergangenen Jahren wurde das Beherbergungsangebot in vielen Orten in Deutschland modernisiert und ausgebaut. Dabei hat sich das Projektentwicklungsvolumen vor allem in den A-Städten binnen 10 Jahren mehr als verdreifacht. Infolge von vielfältigeren Marken und Konzepten konnten neue Kundengruppen gewonnen werden.


Projektverhandlungen in Hannover pausiert

Auch in Hannover wies der Tourismus in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum auf. 2019 wurden in den Beherbergungsstätten und den Hotels der Region Hannover mehr als 4 Millionen Übernachtungen gezählt. Geschäftsleute reisten beispielsweise für einen Messebesuch an und auch die Zahl der Städtereisenden stiegen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2019 bei 1,7 Tagen in der Stadt Hannover und 1,9 Tage im Umland. Insgesamt wurden im Vorjahr 31.621 Betten gezählt.

Die starke Nachfrage zeigt sich auch in den Fertigstellungen. Etwa zehn Hotelprojekte mit circa 1.350 Zimmern waren Anfang dieses Jahres im Bau oder befanden sich in Fertigstellung. Zudem sind mindestens zwölf weitere Hotels mit etwa 1.700 Zimmern projektiert.


Trotz der bisher guten Aussichten für Hotels als Investitionsimmobilien wurde der Hotelmarkt in diesem Jahr eher beeinträchtigt. Die Übernachtungszahlen gingen infolge der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück.

In der Region Hannover wurden Projektverhandlungen und strategische Projekte beispielsweise vorerst pausiert. Zudem ist die Existenz vieler mittelständischer Betriebe und Unternehmen hier bedroht. Durch den Ausfall von Messen und Großveranstaltungen, sowie Reiseeinschränkungen blieben Geschäftsreisende aus.


In unserem letzten Blogbeitrag: „Umsatzeinbußen und Kurzarbeit: Pandemie setzt Tourismus zu“ erläutern wir die Tourismusbranche in Deutschland näher und beschreiben wie sich die Covid-19 Beschränkungen auf den Tourismus, das Gastgewerbe und den Hotelmarkt in Deutschland ausgewirkt hat.


Es bleibt also fraglich, ob die Nachfrage nach Hotelimmobilien als Anlagemarkt in Zukunft weiter steigen wird oder durch die Auswirkungen der Pandemie eher sinkt. Außerdem bleibt unklar wann und wie schnell sich die Tourismusbranche und der dazugehörige Hotelmarkt erholen können.


Autor: Jennifer Felk, Mitarbeiterin Content Management

Persönlicher Kontakt: +49 (0)511 3738 4667

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